Eigenwilliger Kommentar zu Beraterhonoraren


  • Im "Kicker" erschien ein Kommentar zu Kosten der Spielerberater. Den kann ich und wohl viele andere Fachleute nicht nachvollziehen. Es wird nach dem Gesetzgeber gerufen, nur warum eigentlich? Beraterverträge werden zwischen Spieler und Berater geschlossen. Die Vergütung findet eigentlich zwischen den Vertragspartnern statt und wird normalerweise nicht von Dritten übernommen. Die Ausnahme, es wurde so vereinbart. Gezwungen dazu ist aber keiner. Die Wirtschaftsunternehmen im Profifußball unterliegen eigentlich schon wegen ihrer Umsätze den Regeln für Wirtschaftsunternehmen und sind auch wie diese steuerpflichtig. Nur der Amateurteil wird als e.V. anerkannt.


    Der Kommentator Rainer Frantzke behauptet: "Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte und andere Berufsgruppen haben sich an Gebührenordnungen zu halten". Genau das stimmt aber in der Wirtschaft so nicht. Die Honorare zwischen Berater und Unternehmen können frei vereinbart werden (zumeist Stundensätze oder Pauschalen). Das habe ich in meinem Unternehmerleben immer gemacht. Nur Privatpersonen, die gelegentlich Leistungen in Anspruch nehmen, werden durch Gebührenordnung als Obergrenze geschützt.


    Warum Vereine die Gebühren übernehmen müssen diese beantworten und nicht der Gesetzgeber. Würden diese Gebühren von den Spielern gezahlt, wäre wohl ein Deckel drauf.


    Weiter behauptet er:"Der Gesetzgeber ist gefordert, dem Irrsinn bei den Beratergagen ein Ende zu bereiten. Eine Gebührenordnung haben Verbände, Vereine, Spielergewerkschaft und Beraterorganisationen nicht auf den Weg gebracht. Sie ist dringend erforderlich."



    Meine Antwort darauf: "NEIN". Die Vereine sollten sich besinnen und die Kosten der Spieler nicht übernehmen. Die sind schon durch die mehr als übigen Spielergehälter mehr als gedeckt. Dann wäre das kein Thema mehr.




    200 Millionen Euro für Spielerberater: Der Gesetzgeber ist gefordert! - Bundesliga - kicker


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